Dienstag, 2. November 2010

please allow me to introduce... the family


Nun wird es doch auch langsam einmal Zeit, dass ich die Menschen vorstelle, die bis jetzt unsere ersten Ansprechpartner sind und mit denen wir die meiste Zeit verbringen.

Zuvor will ich noch kurz festhalten, dass ich nicht viel zu klagen habe, mich die meiste Zeit recht wohl fühle und die Eingewöhnungsphase zu einem Großteil abgeschlossen ist, wobei es hier trotzdem fast täglich Neues zu entdecken gibt. Auch bin ich noch nicht wirklich in der Lage gewesen, das Geschehene zu reflektieren, doch grundsätzlich bin ich guter Dinge, was den weiteren Verlauf meiner Zeit hier angeht. Das Leben hier läuft anders, die Menschen ticken anders, ohne jetzt (zu einem späteren Zeitpunkt gerne ausführlich) groß die indische Mentalität, kulturelle Besonderheiten oder soziale Strukturen thematisieren zu wollen. Ich versuche, so viel wie möglich aufzunehmen und zu beobachten, was gerade in einem immer gewohnteren Umfeld teilweise nicht so leicht ist. Mein langfristiges Ziel ist es aber, einen möglichst vielseitigen und tiefgehenden Eindruck der indischen Gesellschaft und Kultur zu erlangen, was nur durch ein wirkliches Eintauchen in die Strukturen zu erreichen ist und ich sehe mich da auf einem ganz guten Weg.

Am meisten lernt man durch die Personen im nahen Umfeld, um einen kleinen Bogen zurück zu meinem eigentlichen Thema zu schlagen. Die Familie des Direktors unserer Organisation, Tapas Kumar Sur, hat sich für mich schon in gewissem Maße zu einer Art „Ersatzfamilie“ entwickelt, mit der wir schon einiges unternommen haben und mit der wir in täglichem Kontakt stehen. Von Anfang an jemanden zu haben, der sich um einen kümmert und sorgt, macht es sicherlich leichter, einen guten Einstieg zu finden.

Um einmal konkreter zu werden, gibt es da:


Tapas, unseren „Chef“, der sich von Anfang an viel Zeit für uns genommen hat, um uns viele Plätze zu zeigen und uns mit anderen Leuten bekannt zu machen. Er hat immer ein offenes Ohr für uns und ist auch generell ein äußerst angenehmer Gesprächspartner. Abgesehen davon ist er wohl die einzige Person im Human- Wave- Team, die einigermaßen einen Überblick über sämtliche Aktivitäten und Vorgänge in der Organisation hat, welche zurzeit ca. 60 Mitarbeiter beschäftigt. Mit seiner freundlichen und lustigen Art habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht.

Dann wäre da Ratna, Tapas’ Frau und Chefin des Hauses. Ihre Englischkenntnisse ermöglichen zwar nicht viel mehr als Smalltalk, durch ihre herzliche Art bringt sie uns aber immer wieder zum Lachen und man hat viel Spaß mit ihr. Sie wäre auch für eine potentielle Gewichtszunahme meinerseits verantwortlich, da sie durch ihre Kochkünste und ihren Eifer, uns auch ja immer genug Essen zu geben, dafür sorgt, dass mein Bauch selten nicht übervoll mit Reis, Chapati, Parathi, Gemüse- oder Hähnchencurry und anderen Leckereien ist.





Mimi, die zweiundzwanzigjährige Tochter der Familie, studiert Soziologie in Kolkata und verbringt wahrscheinlich die meiste Zeit mit uns (besonders mit Kiera). Sie hat einen drolligen kleinen Bruder Tunka (9), der einen für sein Alter beeindruckenden schwarzen Humor hat (vor allem im Bezug auf Kiera haha) und mit dem man auch gerne mal ein bisschen rumalbern kann.

Über Kiera, meine Mitstreiterin, muss ich wohl keine weiteren Worte verlieren, da sie selbst ein Blog schreibt.

kiera-in-indien.blogspot.com/

In zwei Wochen gibt es den nächsten Einblick in mein Leben hier in Mankundu, Hooghly, West Bengal, INDIA, 30km nördlich vom „Monster“ Kolkata, also seid gespannt!

Schönen Gruß,

Richard

1 Kommentar:

  1. Liebster Richard,
    das ist alles so unheimlich schön und spannend, was du am anderen Ende der Welt erlebst, da bin ich ganz aus dem Häuschen. Ich versuche das Ganze zu verfolgen & denke natürlich auch an dich.
    Umarmungen & ein Lächeln auf den Lippen.
    Fräulein Schönheit

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